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Turnier-Comeback der RTV-Fechter

Fechten ist wie Radfahren – man verlernt es nicht. Das zeigte sich im März, als die Fechter des Rastatter TV dank intensiviertem Training nach längerer Pause wieder ins aktive Turnier-Geschehen eingriffen. Bei Ausflügen nach Waldkirch und Landauerwies sich: Auf regionalem Niveau können die RTV-Athleten gut mithalten.
Die beste Platzierung gelang beim „Musketier-Cup“ in Waldkirch Co-Trainer Bodo von der Trenck. Nach der Vorrunde lag er bei diesem Ranglisten-Turnier des Südbadischen Fechterbunds sogar auf Platz 2. In der K.O-Phase kämpfte er sich bis ins Viertelfinale vor, wo er dem späteren Turniersieger Hugo Lotter (Waldkirch) mit 10-15 unterlag. Am Ende bedeutete das Platz 5 unter 18 Fechtern. Rainer Volk, altersmäßig eigentlich für Senioren-Turniere vorgemerkt, konntein Waldkirch seinn „Ich-werde-nicht-letzter“-Ehrgeiz befriedigen.Er ließ als 16. des Klassements noch Fechter aus Freiburg und Waldkirch hinter sich.
Schwer tat sich Christina Zacharias, deren mehrjährige Wettkampfpause dazu führte, dass sie bereits in der Vorrunde die schwersten Gegnerinnenzugeteilt erhielt. Aber sie wehrte sich tapfer – und erreichte den 8. Platz. Dass man aus Niederlagen lernen kann, zeigte die 21-jährige eine Woche später beim „Saumagen-Turnier“ in Landau. Der Ausflug in die nahe Pfalz verlief nämlich in der Ausbeute deutlich positiver.
Zwar war der Wettbewerb als Qualifikationsturnier für die regionale Rangliste des Südwestdeutschen Fechterbunds gelistet, weshalb die Konkurrenz aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz zahlreich erschienen war. Doch gelangen „Chrissie“ fünf Siege, was sie auf den 15. Platz unter 21 Teilnehmerinnen trug. Noch besser lief es für Susanne Jung. Obwohl auch sie – abgesehen vom Rastatter Spätleseturnier – länger keine Wettbewerbe mehr bestritten hatte, kämpfte sie sich vor auf Platz 7.
Bei Damen wie Herren zehrte der „Marathon-Modus“ des Turniers („Jeder gegen jeden“) an den Kräften. Insgesamt fünfeinhalb Stunden Dauer beanspruchten Konzentration und Kondition, Fehler schlichen sich ein. Was Bodo von der Trenck, der mit einem 7. Platz erneut das beste Ergebnis aus RTV-Sicht lieferte, ärgerte. Selbstkritisch meinte er: „Ich habe zu viel Florett statt Degen gefochten“ - also zu vielAngriff des Gegners pariert, statt gleichzeitig mitzustoßen. Sonst wäre wohl noch eine bessere Platzierung möglich gewesen.
Unser aus Landau stammender„Fecht-Kassenwart“ Karl Maschemer ließ sich die Gelegenheit ebenfalls nicht nehmen, in seinem Heimat-Verein mitzukämpfen. Zwar schaffte er es in der Endrunde nicht in die obere Hälfte des Teilnehmer-Tableaus, aber Platz 15 war aller Ehren wert. Ebenso der 25. Rang für Rainer Volk, der auch aus der Pfalz nicht mit der „roten Laterne“ nach Hause fuhr und den anderen RTV-Fechtern Mut machte: „Seht her, wir müssen uns nirgendwo verstecken.“